+++ ticker +++ 15 Uhr +++ Asamblea Reichstagswiese
Zunächst fanden sich ca. 12 Menschen auf der Wiese ein. Es wurde von Robert beantragt, ausnahmsweise
bei der 15Uhr-Samstagsasamblea über organisatorische Dinge zu sprechen, speziell dem Camp.
Einwände gab es dagegen, da wir damit “neue interessierte Menschen” abschrecken könnten, wenn wir nur “Interna” besprechen würden. Schließlich einigten sich die Anwesenden auf eine festgelegte Zeit, die wir für die Besprechung bzgl. des Camp nutzen würden.
+++ ticker +++ 15:30 Uhr
Ca. 8 Menschen aus dem Camp trafen bei der Asamblea ein.
Diese äußerten ihren Unmut gegenüber den Nichtcampern, da sie nicht ausreichend helfen würden. Sie wünschten sich vorallem einfach Sachen, wie warme Socken und heißen Tee, um auf dem Platz weiterarbeiten zu können.
Es gab Äußerungen zur Entwicklung des Camps. Schwierigkeiten und Fortschritte.
CampbewohnerInnen baten, speziell die AG Analoge Öffentlichkeitsarbeit, Informations-Flyer über die occupy-Bewegung in das Camp zu bringen, damit interessierte Menschen, die täglich das Camp besuchen, damit über die occupy-Bewegung informiert werden können.
+++ ticker +++ 16 Uhr
Da heute viele frieren, zieht die Gruppe ins Camp, mit einem Schlenker zum geplanten und wieder verworfenen “Bürgerforum”. Andreas weiß dazu mehr…
(Gedächtnisprotokoll von Sulamith)
+++ ticker +++ 16:30 Uhr +++ Sonderasamblea im Camp zum Thema: “Asamblea”
Im beheizten Medienzelt versammeln sich ca. 25 Menschen für die Sonderasamblea.
+++ ticker +++
Igor stellt folgenden Antrag:
=> Die 17 Uhr-Asamblea (S0-Fr) auf 19 Uhr zu verlegen.
Zunächst wird ein Stimmungsbild abgerufen und es wird mit “ja” befürwortet.
Wird dann im Konsens von 24 Anwesenden verabschiedet.
BESCHLUSS: Alle bisherigen 17Uhr-Asambleas finden zukünftig 19 Uhr statt.
Dies gilt ab Montag, den 19.12.2011
+++ ticker +++ 17:00 Uhr
weitere Diskussionen und Anregungen zum Thema Asamblea:
- der Termin der Asamblea sollte nicht zu häufig geändert werden
- Webseite für die Asamblea einrichten, unter der sich jeder informieren kann – dazu analoger Ausdruck
- Überlegung: weniger häufiger Asambleas zu machen, evtl. Tage routieren lassen…
(an dieser Stelle musste ich gehen – Protokoll der restlichen Asamblea wird von jemand anderem nachgetragen – aufgezeichnet von Sulamith)
+++ ticker +++ 17.20 uhr
Der Vorschlag, weniger Asambleas (z.B. 3-4 in der Woche) zu machen, wurde eingebracht mit dem Argument, dass man an diesen Tagen sicherstellen könnte, dass es einen Livestream, ein Protokoll, eine Moderation gibt, was nicht an jedem Tag möglich ist.
Der Vorschlag beruht auch auf der Beobachtung, dass in der letzen Woche an drei Tagen keine 17.00 uhr Asamblea stattgefunden hat und hinzukommende Menschen, die nach der Asamblea suchen wieder nach Hause gingen.
Der Vorschlag bedeutet nicht, dass an den anderen Tagen, keine Asambleas stattfinden dürfen oder sollen. Im Gegenteil es sollen so viele wie möglich stattfinden, auch wenn nur zwei Leute da sind.
Die Idee, die Asamblea an bestimmten Wochentagen stattfinden zu lassen zum Beispiel Samstag, Sonntag, Dienstag und Donnerstag fand keinen Zuspruch, da es immer Leute gibt, die genau an diesen Tagen nicht können.
Gegenvorschläge waren: die Asambleas an allen Tagen, die durch 3 teilbar sind also 3,6,9… ect. stattfinden zu lassen oder die Tage nach einem bestimmten Prinzip (das noch genauer ausgearbeitet werden müsste) rotieren zu lassen.
Bei einem Stimmungsbild war die große Mehrheit für den Vorschlag, weniger aber strukturiertere Asambleas stattfinden zu lassen, wobei das Rotationsprinzip bevorzugt wurde. Einige Teilnehmer hatten
mit dem Vorschlag aber große Bauchschmerzen, weil sie zuviel Struktur ablehnen, die auf Kosten von Spontanität gehen könnten.
Als Kompromiss wurde festgehalten: den Vorschlag nächste Woche zur Abstimmung zu bringen und dann eine Art Testphase von einigen Wochen festzulegen, zu gucken, was sich ändert und dann erneut zu entscheiden.
+++ ticker +++
Aus der zum Teil emotional geführten Diskussion entwickelte sich eine allgemeinere Diskussion über Asambleas, die Vetofrage, die Transparenz und die Kommunikation:
Dabei ging es u.a. um folgendes:
Themenasambleas sollten früh genug angesagt werden, damit viele daran teilnehmen können.
Wenn jemand ein Veto einlegt, sollte die Asamblea darauf achten, dass derjenige nicht zu sehr unter Druck gerät, weil er der einzige ist der „was dagegen hat“.
Konsensbeschlüsse sollen mit einem Vermerk darüber, wie viele Menschen anwesend waren, zukünftig auf einer gesonderten Seite einsichtlich sein, damit sie nicht auf der Info-Seite oder woanders gesucht werden müssen.
+++ ticker +++
Die AG Moderation wird sich in eine AG Asamblea umbenennen (Anmerkung: wenn ich das richtig in Erinnerung habe) und verstärkt an Strukturen für die Asamblea arbeiten, eine eigene Website veröffentlichen ect.
+++ ticker +++
Darüber hinaus wurde über das Für und Wider von Regelbrüchen, z.B. sich nicht an die Redeliste halten, gesprochen. Für den Regelbruch wurde das Argument angeführt: wer sich politisch engagiert, muss Regeln brechen dürfen. Gegen den Regelbruch wurde argumentiert, dass die Stilleren, Leiseren so nie zu Wort kommen würden.
+++ ticker +++ 19.00 uhr
Thema: Sollen die Asambleas weiterhin alle im Camp stattfinden oder woanders,
wenn ja wo?
Vorschläge /Brainstorming:
Am Wochenende die Asamblea im Camp machen, unter der Woche woanders.
Die Asambleas könnte auch an wechselnden Orten stattfinden.
+++ ticker +++ 19.15 uhr
Eine Teilnehmerin teilt mit, dass Menschen die im Küchenzelt sitzen, das Bedürfnis haben in der Asamblea über Spannungen zu reden.
Das bisherige Thema „zukünftiger Ort der Asamblea“ wird daraufhin fallengelassen.
Unmut ist heute vor allem deshalb entstanden, weil einige Menschen das Thema „mögliche Auflösung bzw. Winterschlaf des Camps“ auf die Tagsordnung gebracht haben, was die Mehrzahl der Campbewohner entschieden ablehnt.
Unterschiedliche Menschen schildern sehr unterschiedliche Eindrücke vom Camp. Einige finden die Atmosphäre frustrierend, andere meinen, es hat sich viel getan.
Einige meinen, was im Camp passiert (ein neues Lebensmodell ausprobieren, Anlaufstelle für alle sein) sei an sich schon politische Arbeit, andere meinen politische Arbeit als Aufklärungsarbeit von Bevölkerung und Presse findet zu wenig statt.
Es wird immer wieder Unverständnis geäußert darüber, dass Menschen nicht mehr helfen im Camp. Die vermeintlich Angesprochen antworten, sie arbeiten bis zum Limit in Arbeitsgruppen, haben einen Job und können sich nicht zerreißen. Es wurde auch überlegt über die Presse an die Öffentlichkeit zu gehen mit der Mitteilung: „Das Camp braucht Unterstützung!“
Anmerkung: Die Asamblea wird dann vergleichsweise unstrukturiert, Menschen reden zunehmend untereinander und durcheinender, sodass ich das hier nicht mehr besser wiedergeben kann. Um Ergänzungen wird gebeten.
+++ ticker +++ 21.15 uhr
Asamblea löst sich zunehmen auf.
(aufgezeichnet von Katja und Alexandra)