Arbeitsprinzipien dieser Seite
Klärung: occupyBerlin.info & @occupyBerlinInf (Twitter) sind weder offizielle #occupyBerlin RepräsentantInnen noch haben wir einen Anspruch auf Abbildung der Bewegung (s. Information hier). Diese Seite wird von einer Internet AG, hervorgegangen aus einer Asamblea geführt, und ist um transparente und neutrale Information bemüht. Die AG umfasst zur Zeit 5 Personen. Eine zweite Internet AG organisiert Infos hier: http://www.alex11.org/
Unsere Prinzipien
Die Internet AG, hervorgegangen aus der Asamblea Berlin, hat sich folgende Ziele und Prinzipien als Orientierung für ihre Arbeit gesetzt. Diese Prinzipien sollen für uns gelten. Da #OCCUPY eine Bewegung von Individuen ist, sind diese Ziele nur von uns (Individuen) für uns (Individuen) verbindlich.
- Solidarität und Empathie
- Transparenz
- Wahrheit
- Gewaltfreiheit (auch in der Kommunikation)
- Meinungsfreiheit
- Dezentralität
- Vielfalt als Stärke
- Entscheidungen nach dem Konsensprinzip
- Prozessorientiert
- entspannte druckfreie Gesprächsatmosphäre
- jedeR kann nur für sich sprechen (wir haben keine Führung, keine SprecherIn)


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Da habt ihr ja eine schöne Liste nichtsagender Worte gefunden.
Wenn du bessere hast, ich für meinen Teil bin für viele Vorschläge offen. Wobei ich finde dass Solidarität und Empathie, Transparenz, Wahrheit gar nicht so nichtssagend sind, wenn man sie auch anwenden mag.
Dass diese Liste für dich (und wohl auch für viele andere) aus “nichtsagende[n] Worte[n]” besteht, zeigt doch genau das Problem an unserer Gesellschaft.
Die Wörter
Solidarität
Empathie
Transparenz
Wahrheit
Gewaltfreiheit
Meinungsfreiheit
Dezentralität
Vielfalt
Konsens
[Führerlosigkeit]
sind allesamt RIESIGE Wörter. Wenn die alle nichtssagend sind, dann ist ganz definitiv die Menschlichkeit verloren gegangen.
Wahrscheinlich ist Menschlichkeit für dich wahrscheinlich auch so ein Wort.
Muss zugeben: ich bin sprachlos…
Das ist aber der erste Schritt zur Besserung …
Was, wenn ein Mensch einen anderen sprachlos macht, na gute Nacht…
ich schließe mich deinen Worten an
ja, Jonny ich schließe mich deinen Worten an
schon seltsam, wenn sowas ( ich meine “unsere prinzipien”) dann so auf- und festgeschrieben da steht, wie die zehn gebote….
eine korrektur ist wichtig.
statt KONSENS muss es richtig heissen: Entscheidungen nach dem Konsensprinzip.
so hat es mir igor aufgeschrieben. und das ist ja auch ein wesentliches element, dieses zwar langwierige aber sich fundamental vom ABSTIMMEN (also auch überstimmen von minderheiten) unterscheidende verfahren. wäre toll, wenn ihr das hinkriegt?
Hi Kristian, ich weiß nicht so ganz genau, woran du dich störst. Kannst du mir das bitte verständlicher machen. (Außer: statt KONSENS muss es richtig heissen: Entscheidungen nach dem Konsensprinzip – das ist mir klar und habe es abgeändert.) Die Prinzpien stehen nicht wie zehn Gebote, sondern wie Gedanken dazu, die uns durch den Kopf gegangen sind. Es können ja nur die Menschen, die mit dieser Seite arbeiten, ihre Überlegungen dazu abgeben, da es ja die Arbeitsprinzipien der Webseite sind und nicht die z.B. der Asamblea.
Gruß Sulamith
Die Liste scheint ja gerade zusammen zubrechen…wie erreiche ich jetzt die Leute?
Ich habe hier Senf abzugeben und wir keine zentralen Kanäle.
Ick lade mal och hier ab:
Nach den nicht unwichtigen Erfahrungen mit dem Camp möchte ich noch einen kleinen Aufsatz verfassen zum Camp.
1.Aufgabe und Ziel des Camps
2.Frage der Bedeutung für die Bewegung
3. Resourcen und Möglichkeiten
zu 1.
Bei allen Vorteilen die uns die Strompost ermöglicht ist immernoch das analoge und nonverbale Verhalten für die Kommunikation von ausschlaggebener Wichtigkeit was das transmittieren von Botschaften und den intellektuellen Austausch im weitesten Sinne betrifft.
Die Aufgabe eines Camps soll sein zu sinnvollen Zeiten und Resourcenabhängig das Camp besetzt zu halten mit kompetenten Leuten (2-3mindestens)
Dabei steht im Mittelpunkt des Arbeitens zum einen die Organisationsarbeit und zum anderen die systemerhaltenden Maßnahmen, wie Feuerholz machen, Kartoffeln schälen usw.,
sowie die Pflege eines Raumes der den Geist eines Forums würdig sein soll. (keine Schnapspullen oder Müllberge)
Die Funktion des Camps ist für unsere Zwecke vielseitig.
- Schaffung und Haltung des Forums in seiner materiallisierten Form
- Infozentrale
- Arbeitsplatz (zB planen, informieren, koordinieren)
- Reaserch
- Schaustelle unserer Idee und Arbeit
- Zentrum bilden
Zentrum steht hier nicht der dezentralen Ordnung gegenüber sondern integriert sich. Es hat keine Gewalt sondern bildet vielmehr eine Plattform für effektives Arbeiten in Gemeinschaft/menschliche Ansprechstelle…jeden Tag.
1.1. Organisationsarbeit
Hier werden , vorzüglich in einem beheizten Zelt, Informationen gesammelt von Arbeitsgruppen, insbesondere die der AG Inhalt und Aktion (ich meine die wichtigsten…der Zeit)
- Informationen sind jederzeit zugänglich und abrufbar, will sagen jemand kümmert sich, das offizelle Infos in bestimmte Kanäle geleitet werden
- das Camptelefon besetzt…hier bekommt man stets Auskunft von erfahrenen Leuten.
- Presseanfragen werden von hier bearbeitet (natürlich auch von zu Hause)
- die Asamblea von hier aus mit Topaktuellen Infos versorgt (hierher schreibt die Welt die uns meint)
- die Welt mit Topaktuellen Infos über uns
- Livestream und Videoübertragungen können von hier aus laufen, Bild und Ton so schnell wie möglich veröffentlicht.
Unser Werkzeug muß auch dem Kollegen zugänglich sein der Dich gerade vertritt…deswegen relativ öffentlich zugängiger Raum
- Spendenarbeit und Verwaltung
- hier wird der Hacker empfangen der gehört hat das wir Hilfe brauchen und dahin begleitet wo er gut aufgehoben ist.
und noch mehr, wenn der Zeitpunkt gekommen ist das wir es leisten können
hier sollte das praktische Büro und die Infozentrale sein…
1.2. systemerhaltende Maßnahmen/ Arbeiten der Rückwärtigen Dienste
hierunter fallen alle Tätigkeiten die notwendig sind das System am laufen zu halten.
jagen, kochen, Auto/Fahrradfahren…Rücken massieren.
die Zelte mit dem nötigen Brennholz versorgen, Camppflege, Müll entsorgen usw
Unbeliebte Tätigkeiten müßen sich natürlich alle reinziehen
Das läüft gerade ganz gut im Camp…da sind fitte Punkis und andere die Bock haben zuzupacken.
2. Frage der Bedeutung für die Bewegung
Natürlich braucht unsere Bewegung kein Camp, um weiter agieren zu können aber es würde sich um ein wertvolles Werkzeug zur Erreichung unserer Ziele beraubt sehen.
Wir haben mit einem Camp eine nicht zu unterschätzende Außenwirkung die Kraft hat…haben wir in einem Gebäude nicht.
Unsere vordringlichste Aufgabe ist es am Schlaf zu rütteln und jederzeit den ersten Kaffee zu verteilen und die Menschen empfangen die sich aufgerappelt haben und sich noch die Augen reiben.
Der allgemein verpennte deutsche Mensch der gerade von uns gehört hat besucht uns nicht in einem Haus in der Wrangelstrasse und auch nicht in einem Camp was Mad Max Tendenzen aufweist.
Eine Eroberung des öffentlichen Raumes ist hier ein sehr starkes Signal und ein Zelt ein deutliches Zeichen des Widerstandes geworden.
Wir brauchen so oder so ein Info-/Koordinationsbüro, schon allein wegen unserer zwischenmenschlichen Notwendigkeit sich im Angesichte zu begegnen, wenn es tiefere Beziehungen werden sollen.
Ein emphatisches Gespräch ist oft wesentlich informativer als unsere unübersichtlichen Seiten im Netz
3. Resourcen
Und da sind wir auch schon an der Achillesferse.
Im Winter wird es gerade für die Rückwärtigen Dienste hart und diese müßen öfter ausgewechselt werden.
Ich rechne am Tag mit ca 10 Leuten die die anfallenden Arbeiten wuppen können. Das heißt wir brauchen minimum 20 Aktivisten wobei mindestens 6 über eine gewisse Bildung (die sich jeder aneignen kann) verfügen sollten.
Bei den Ausgaben würde ich ein Minimum von 100 Ecken am Tag veranschlagen.
Eine Liste von allen Beteiligten, was in ihren Arbeitsbereichen benötigt wird ist erforderlich über die Beschaffung wird öffentlich gesprochen und die Kanäle der Solidarität aktiviert.
Es bestehen kleine Wunderkontakte und es gibt auch zahlungskräftige Sympathiesanten denen man nur konkrete, sinnvolle Wünsche unterbreiten muß.
Zur Zeit läuft im Camp alles auf Selbsterhalt und Selbsterfahrung hinaus…das kann Wochen, Monate oder Jahre dauern.
Jetzt, nachdem ich geringfügig verarscht wurde statt aufgeklärt, begreife ich das Saskia und Zoltan ganz andere Herangehensweisen und Ansprüche an ein Camp haben als ich es für richtig und wichtig erachte.
Als Modell der künftigen Gesellschaft, taugt ein Camp rein gar nix…oder wollte hier jemand wieder das Richtige im Falschen installieren und ein neues Christiania aus dem Boden stampfen….dieses können wir/ich nicht leisten.
Unsere Aufgabe ist es eine Vorhut zu sein, die die Bewußtlosigkeit durchbricht…gern auch mit den Punkis, Kranken und Obdachlosen, wenn sie in der Lage sind ihre Aufgabe zu erkennen und sich soweit zu “qualifizieren” den Aufgaben gerecht zu werden.
Kompetenzen erlangen ist ein Prozess der unterschiedlich lange dauert, je nach Komplexität der Aufgabe und Potenzial der bisher individuell erworbenen Fähigkeiten.
Sind wir am Anfang zu viel unqualifizierte bzw unfähige Arbeiter oder Teilnehmer, können wir unserer Aufgabe einen Hort für ein Forum/ eine Zentrale zu sein nicht leisten.
Hier wird ganzer Einsatz von Nöten sein und sich tatsächlich, wie Zoltan schon erkannt hat die Spreu vom Weizen trennen.
Mit Latte Machiato und Revolution deluxe ist hier kein Blumentopf zu gewinnen.
Dieser Revolution traut doch keiner von uns so recht über den Weg…sonst wären längst radikale Maßnahmen wie Kündigung meiner bisherigen Tätigkeiten (Studium, Job) angesagt und ein Großteil der Kraft auf unser aller Projekt gerichtet…oder?
So reicht es gerade mal aus, um ein wenig Wirbel zu machen.
Es wird keinen friedlichen Umschwung geben…fürchte ich ehrlich, wie in der DDR, weil diese Vereinnahmung zum Plan oder Wohlsein der Herrschenden stattfand…was unser Handeln nun ganz und gar nicht Gefahr läuft interpretiert werden zu können…so wir uns nicht heimlich benutzen lassen.
Um so wichtiger unser friedliches Verhalten und unsere Arbeit die Leute zu rütteln, auf das sie lernen zusammenzuarbeiten und verantwortlich zu handeln.
Ich sehe deutlich eine massiv totalitäre Struktur wachsen in der europäischen Gesellschaft und zwar viel schneller als ich gedacht habe.
Die Menschen scheinen nicht nur in den 30igern bereit zu sein Ungeheuerlichkeiten unkritisch zu begegnen…dies gilt es zu durchbohren/aufzubrechen, um den Menschen zu erreichen, zu hoffen das er erkennt und eine von Bildung getragene Motivation zum verantwortungsvollen handeln kommt.
Die weitere Ausführung würde hier den Rahmen sprengen.
Zum Schluß noch eine Respektbekundung zu den Arbeiten von Saskia, Dominik und Zoltan.
Ich schätze und achte Eure geleistete Arbeit sowie die Großartigkeit Eurer Ideen, die mir viel lieber sind als meine.
Ich sehe gerade eine Zeit des härter werdenden Kämpfens in der wir uns befinden und die wenige Kraft die wir haben vergeuden in aufreibene Grabenkämpfe deren Erfolg zu lange auf sich warten läßt.
Wir haben keine Zeit gerade, uns langen Entwicklungsprozessen hinzugeben ansonsten wäre meine Kraft gern im Sozialforum zur Bildung neuer Bildungschancen in einer neuen Gesellschaft.
Ich denke wir wollen immer noch das Selbe und sollten dringend reden, um uns gegenseitig Klarheit zu schenken.
Wir schaffen es nicht beides konsequent und umfassend durchzuführen….zur Zeit
Bis denne
kpt