+++ ticker +++ Neuestes vom Tage zu occupy-Berlin von Maik im Livestream

Inhalt: +++ livestream +++ Situation und Bedarf im Camp +++ Solidaritäts-Kundgebung vor der ägyptischen Botschaft +++ Beantwortung von Fragen aus dem Chat

http://www.livestream.com/undergroundreports/video?clipId=pla_1cbaa006-8404-4e35-9271-5a6d28db8742

 

Fast täglich Liveübertragungen und Tageszusammenfassung im Livestream:

http://www.castortv.de/occupy_germany_livestreams.html

Livestream-Videoarchiv zu occupy-Berlin seid 15.10.

http://www.livestream.com/undergroundreports/folder?dirId=92a15b54-0a31-4e87-83b7-7430b282b58e

Unterstützung für CastorTV und diesen Livestream durch Spenden:

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. – Zweck: CastorTV Konto 0044060721  BLZ 25850110

(KSK Lüchow)


+++ ticker +++ Solidaritätskundgebung
vor der ägyptischen Botschaft anlässlich der Gewalt gegen die ägyptische Demokratiebewegung

Video und Fotos:

Embassy of Egypt in Germany, Berlin Dec 20 2011, Solidarity with the People of #Egypt #Tahrir

http://www.occupymedia.de/?p=1100

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+++ ticker +++ Neue Daten und Termine

+++ ticker +++

Ab Montag, 19.12. beginnt die berlinweite asamblea im Camp sonntags bis freitags
nicht mehr 17 Uhr, sondern 19 Uhr.

Die berlinweite asamblea samstags vor dem Bundestag (Reichstagsgebäude) auf der Wiese beginnt nach wie vor 15 Uhr.

Im Konsens beschlossen von der Sonderasamblea vom 17.12.

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Aktuelles Spendenkonto von occupy-Berlin

Kontoinhaber: clof e.V.
BLZ 43060967
Konto: 1110727600

Das ist ein Konto mit verschiedenen Verwendungszwecken. Bitte einen dieser Verwendungszwecke auswählen und auf der Überweisung als Verwendungszweck angeben:

  • occupy-Berlin

oder

  • occupy-camp

oder

  • occupy-Demo

Spenden sind steuerlich absetzbar.

Für jeden dieser drei Verwendungszweck wurden auf der berlinweiten asamblea am 15.12. im occupyCamp Beauftragte bestimmt. Für occupy-Berlin sind es Igor, Maik und Ricardo, für occupy-camp sind es Thomas und Rene, für occupy-Demo sind es Gerome und Mathias.

Die asamblea vom 16.12. bittet den Abhebungsberechtigten für das Konto mit dem Verwendungszweck ‘acampada’ Mario H. um einen aktuellen Kontoauszug des bisherigen Kontos.

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Postadresse für Sachspenden an das occupyCamp-Berlin

OccupyBerlin-Camp (‘Bundespressestrand’), Kapelle-Ufer 1, 10117 Berlin.

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Neue Camp e-mailadresse: occupycampberlin(at)gmail.com

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Das Camp benötigt aktuell:

  • UnterstützerInnen und MitcamperInnen.
  • Imprägnierspray für die Zelte.
  • Spenden für Allesbrenner.
  • Werkzeug und Mitwirkende für die Fertigstellng der Holzhütte.
  • abschließbarer Sicherheitsschrank .
  • Kerzen und andere Lichtquellen, z.B. kleine Petroliumlampen.
  • trockenes Brennholz (gerne auch alte unbrauchbare Paletten u.a Holz. Unbehandelt oder nur leicht behandelt).
  • trinkwassergeeignete Kanister.
  • Spülwannen
  • SuperBenzin für den Stromgenerator.
  • Gasflaschen
  • Kaffee, Milch, Gemüse ( z.b. Porree , Möhren).
  • warme brauchbare Kleidung, Handschuhe , Schlafsäcke, Regencapes.
  • 8 Rollen Rigipsplattenverklebestreifen

Für Nachfragen:

CampHandy: 0174 5246045.  Sollte dieses Aus sein könnt ihr auch 01570 470 34 64 anrufen.

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Party im Camp: Sonntag, 15.1.2012 nach der Demo.

Im Konsens beschlossen von der asamblea vom 16.12..

+++ ticker +++

Öffentliche Informationsveranstaltung: Samstag, 7.1. ‘Was ist occupy? occupy-Berlin stellt sich vor.’

Ziel: inhaltliche Vorstellungen von occupy-Berlin präsentiern.

Ort: Camp

Verantwortliche für die Vorbereitung: Ro., Re., H., P. (ab 3.1.), Ron. und S. (soweit sie Zeit dazu finden). Sie freuen sich über Unterstützung.

Im Konsens beschlossen von der asamblea vom 16.12..

(protokolliert von Sven)

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+++ ticker +++ 15 Uhr +++ Asamblea Reichstagswiese

Zunächst fanden sich ca. 12 Menschen auf der Wiese ein. Es wurde von Robert beantragt, ausnahmsweise
bei der 15Uhr-Samstagsasamblea über organisatorische Dinge zu sprechen, speziell dem Camp.

Einwände gab es dagegen, da wir damit “neue interessierte Menschen” abschrecken könnten, wenn wir nur “Interna” besprechen würden.  Schließlich einigten sich die Anwesenden auf eine festgelegte Zeit, die wir für die Besprechung bzgl. des Camp nutzen würden.

+++ ticker +++ 15:30 Uhr

Ca. 8 Menschen aus dem Camp trafen bei der Asamblea ein.

Diese äußerten ihren Unmut gegenüber den Nichtcampern, da sie nicht ausreichend helfen würden. Sie wünschten sich vorallem einfach Sachen, wie warme Socken und heißen Tee, um auf dem Platz weiterarbeiten zu können.

Es gab Äußerungen zur Entwicklung des Camps. Schwierigkeiten und Fortschritte.

CampbewohnerInnen baten, speziell die AG Analoge Öffentlichkeitsarbeit, Informations-Flyer über die occupy-Bewegung in das Camp zu bringen, damit interessierte Menschen, die täglich das Camp besuchen, damit über die occupy-Bewegung informiert werden können.

+++ ticker +++ 16 Uhr

Da heute viele frieren, zieht die Gruppe ins Camp, mit einem Schlenker zum geplanten und wieder verworfenen “Bürgerforum”. Andreas weiß dazu mehr…

(Gedächtnisprotokoll von Sulamith)

+++ ticker +++ 16:30 Uhr +++ Sonderasamblea im Camp zum Thema: “Asamblea”

Im beheizten Medienzelt versammeln sich ca. 25 Menschen für die Sonderasamblea.

+++ ticker +++

Igor stellt folgenden Antrag:
=> Die 17 Uhr-Asamblea (S0-Fr) auf 19 Uhr zu verlegen.

Zunächst wird ein Stimmungsbild abgerufen und es wird mit “ja” befürwortet.

Wird dann im Konsens von 24 Anwesenden verabschiedet.

BESCHLUSS: Alle bisherigen 17Uhr-Asambleas finden zukünftig 19 Uhr statt.

Dies gilt ab Montag, den 19.12.2011

+++ ticker +++ 17:00 Uhr

weitere Diskussionen und Anregungen zum Thema Asamblea:

- der Termin der Asamblea sollte nicht zu häufig geändert werden
- Webseite für die Asamblea einrichten, unter der sich jeder informieren kann – dazu analoger Ausdruck
- Überlegung: weniger häufiger Asambleas zu machen, evtl. Tage routieren lassen…

(an dieser Stelle musste ich gehen – Protokoll der restlichen Asamblea wird von jemand anderem nachgetragen  – aufgezeichnet von Sulamith)

 

+++ ticker +++ 17.20 uhr

Der Vorschlag, weniger Asambleas (z.B. 3-4 in der Woche) zu machen, wurde eingebracht mit dem Argument, dass man an diesen Tagen sicherstellen könnte, dass es einen Livestream, ein Protokoll, eine Moderation gibt, was nicht an jedem Tag möglich ist.

Der Vorschlag beruht auch auf der Beobachtung, dass in der letzen Woche an drei Tagen keine 17.00 uhr Asamblea stattgefunden hat und hinzukommende Menschen, die nach der Asamblea suchen wieder nach Hause gingen.

Der Vorschlag bedeutet nicht, dass an den anderen Tagen, keine Asambleas stattfinden dürfen oder sollen. Im Gegenteil es sollen so viele wie möglich stattfinden, auch wenn nur zwei Leute da sind.

Die Idee, die Asamblea an bestimmten Wochentagen stattfinden zu lassen zum Beispiel Samstag, Sonntag, Dienstag und Donnerstag fand keinen Zuspruch, da es immer Leute gibt, die genau an diesen Tagen nicht können.

Gegenvorschläge waren: die Asambleas an allen Tagen, die durch 3 teilbar sind also 3,6,9… ect. stattfinden zu lassen oder die Tage nach einem bestimmten Prinzip (das noch genauer ausgearbeitet werden müsste) rotieren zu lassen.

Bei einem Stimmungsbild war die große Mehrheit für den Vorschlag, weniger aber strukturiertere Asambleas stattfinden zu lassen, wobei das Rotationsprinzip bevorzugt wurde. Einige Teilnehmer hatten
mit dem Vorschlag aber große Bauchschmerzen, weil sie zuviel Struktur ablehnen, die auf Kosten von Spontanität gehen könnten.

Als Kompromiss wurde festgehalten: den Vorschlag nächste Woche zur Abstimmung zu bringen und dann eine Art Testphase von einigen Wochen festzulegen, zu gucken, was sich ändert und dann erneut zu entscheiden.

+++ ticker +++

Aus der zum Teil emotional geführten Diskussion entwickelte sich eine allgemeinere Diskussion über Asambleas, die Vetofrage, die Transparenz und die Kommunikation:

Dabei ging es u.a. um folgendes:

Themenasambleas sollten früh genug angesagt werden, damit viele daran teilnehmen können.

Wenn jemand ein Veto einlegt, sollte die Asamblea darauf achten, dass derjenige nicht zu sehr unter Druck gerät, weil er der einzige ist der „was dagegen hat“.

Konsensbeschlüsse sollen mit einem Vermerk darüber, wie viele Menschen anwesend waren, zukünftig auf einer gesonderten Seite einsichtlich sein, damit sie nicht auf der Info-Seite oder woanders gesucht werden müssen.

+++ ticker +++

Die AG Moderation wird sich in eine AG Asamblea umbenennen (Anmerkung: wenn ich das richtig in Erinnerung habe) und verstärkt an Strukturen für die Asamblea arbeiten, eine eigene Website veröffentlichen ect.

+++ ticker +++

Darüber hinaus wurde über das Für und Wider von Regelbrüchen, z.B. sich nicht an die Redeliste halten, gesprochen. Für den Regelbruch wurde das Argument angeführt: wer sich politisch engagiert, muss Regeln brechen dürfen. Gegen den Regelbruch wurde argumentiert, dass die Stilleren, Leiseren so nie zu Wort kommen würden.

+++ ticker +++ 19.00 uhr

Thema: Sollen die Asambleas weiterhin alle im Camp stattfinden oder woanders,
wenn ja wo?

Vorschläge /Brainstorming:

Am Wochenende die Asamblea im Camp machen, unter der Woche woanders.

Die Asambleas könnte auch an wechselnden Orten stattfinden.

+++ ticker +++ 19.15 uhr

Eine Teilnehmerin teilt mit, dass Menschen die im Küchenzelt sitzen, das Bedürfnis haben in der Asamblea über Spannungen zu reden.

Das bisherige Thema „zukünftiger Ort der Asamblea“ wird daraufhin fallengelassen.

Unmut ist heute vor allem deshalb entstanden, weil einige Menschen das Thema „mögliche Auflösung bzw. Winterschlaf des Camps“ auf die Tagsordnung gebracht haben, was die Mehrzahl der Campbewohner entschieden ablehnt.

Unterschiedliche Menschen schildern sehr unterschiedliche Eindrücke vom Camp. Einige finden die Atmosphäre frustrierend, andere meinen, es hat sich viel getan.

Einige meinen, was im Camp passiert (ein neues Lebensmodell ausprobieren, Anlaufstelle für alle sein) sei an sich schon politische Arbeit, andere meinen politische Arbeit als Aufklärungsarbeit von Bevölkerung und Presse findet zu wenig statt.

Es wird immer wieder Unverständnis geäußert darüber, dass Menschen nicht mehr helfen im Camp. Die vermeintlich Angesprochen antworten, sie arbeiten bis zum Limit in Arbeitsgruppen, haben einen Job und können sich nicht zerreißen. Es wurde auch überlegt über die Presse an die Öffentlichkeit zu gehen mit der Mitteilung: „Das Camp braucht Unterstützung!“

Anmerkung: Die Asamblea wird dann vergleichsweise unstrukturiert, Menschen reden zunehmend untereinander und durcheinender, sodass ich das hier nicht mehr besser wiedergeben kann. Um Ergänzungen wird gebeten.

+++ ticker +++  21.15 uhr

Asamblea löst sich zunehmen auf.

 

(aufgezeichnet von Katja und Alexandra)

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+++ ticker +++ Camp +++ Asamblea mit 12-15 TeilnehmerInnen

Mitteilung und Unterstützungsaufruf eines Teilnehmenden.
Diese Stellungnahme blieb unwidersprochen.

‘Im Camp versuchen wir halt gerade das Camp winterfest zu machen. Wir versuchen diese Zelthütte zu bauen für das Camp-Cafe.
[Die Tragstruktur steht. Dach, Seitenwände, Fenter und Tür müssen noch moniert werden. Das Holz und die Bauteile dafür sind zumindest teilweise vorhanden. Stromaggregat fehlt - Ergänzung, Sven]

Justav hat sehr viel gemacht, hat sich heute freigenommen, ist ein paar Tage nachhause gefahren, was ich sehr gut verstehen kann, deshalb wär’s schön, wenn morgen so ab 10Uhr, 11Uhr Leute kommen würden, mit Werkzeug, und mithelfen würden beim Weiterbau der Hütte. Im Moment planen wir spätestens am 24. unser Camp-Cafe zu eröffnen. Das wird natürlich von der Mitarbeit der occupy-Bewegten abhängen.

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+++ ticker +++ Camp

Am Nachmittag gestalteten CampbewohnerInnen den Eingangsbereich des Camps neu: ein Eingangstor mit der beleuchteten Aufschrift ‘WELCOME’ und eine christliche Krippe als Kunstobjekt wurden hergestellt.

Am Abend brachte ein zukünftiger Campbewohner sein 10m langes Segelboot auf das Camp. Der Mast wurde aufgerichtet und das Boot als Kunstobjekt arrangiert. Er will in dem Boot auf dem Camp wohnen. Er hat vor die Segel zu hissen, den Rumpf des Bootes ab Samstag zu bemalen und eine Webcam für Liveübertragungen am Mastende zu montieren. Auf dem Boot ist für Samstag der Auftritt einer Sängerin geplant.

Quelle und Übermittlung: Sven (freundeskreis videoclips)

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+++ ticker +++ warme Kleidung

Jemand wird heute, 14:30Uhr warme Kleidung für die Campbewohner vorbeibringen … Jacken, Schals, Mützen, Damenhandschuhen (leider noch keine Herrenh.), Pullis und ein dickes ‘Federbett’  

(Info aus einer Email)

+++ ticker +++ Livestream

Die derzeitigen MacherInnen der livesendungen (livestream) zu occupyBerlin suchen Unterstützung für live-Nachrichtensendungen aus dem besetzten Camp, live-Berichterstattungen von Asambleas, Demonstrationen und allen möglichen Aktionen von occupyBerlin sowie von Veranstaltungen, die damit in Verbindung stehen.

(Info aus einer Email)

 +++ ticker +++ Sonderasamblea im Camp zur Zukunft des Camps

Die Sonderasamblea mit 15-18 Teilnehmenden hat beschlossen: Mitttwoch nimmt eine Gruppe von 5 Personen (die Sonderasamblea hat ihnen ihr Vertrauen ausgesprochen) Kontakt auf mit der BIMA – Bundesanstalt für Immobilienaufgaben www.bundesimmobilien.de. Die BImA verwaltet das Gelände auf dem sich das Camp befindet für dessen Eigentümerin das Bundesfinanzministerium. Die 5 Personen versuchen mit einem/r BImA-VertreterIn zu sprechen um mitzuteilen, dass das Camp weiter auf dem Gelände bleiben will und um die aktuelle Position der BImA dazu zu erfahren.

+++ ticker +++

Die Winterfestmachung des Camps geht weiter. Zitat: ‘Der Frühling liegt vor uns. Wir haben nur noch ein bisschen Winter zu überstehen’. Es wird weiter an einer großen Holzhütte gebaut, die für Versammlungen genutzt werden soll. Es wird ein Allesbrenner benötigt um das Medienzelt zu beheizen.
Es wird Super-Benzin für den Stromgenerator benötigt, da der Benzinvorrat nur noch für 3 Stunden reicht.

+++ ticker +++

Die für den 14.12. geplante Diskussionsveranstaltung wurde im Konsens verschoben auf Dienstag 20.12.. Es wurde von mehreren Personen argumentiert zu dieser Veranstaltung nicht gleichzeitig VertreterInnen der BImA und der Presse einzuladen. Die CampbewohnerInnen und -unterstützerInnen freuen sich über weitere Unterstützug in jeder Form.

+++ ticker +++ BVV

Im Anschluss an die Sonderasamblea besuchten ca. 20 CampbewohnerInnen und -unterstützerInnen gemeinsam für ca. 1h den Ausschuss für Transparenz und Bürgerbeteiligung der BVV- (Bezirksverordnetenversammlung) Berlin-Mitte im Rathaus Berlin-Mitte. Dort forderten sie die Abgeordneten der anwesenden Parteien auf, sich für den Fortbestand und eine Unterstützung des Camps einzusetzten.
Die BVV hatte Menschen aus der occupy-Bewegung eingeladen an der Versammlung teilzunehmen und ihre Positionen zu äußern.

+++ ticker +++ Infomaterial

Ein Campbewohner, der aus Würzburg angereist ist um das Camp zu unterstützen, berichtete, dass wiederholt Reisebusse mit TouristInnen vor dem Camp halten, die Menschen aussteigen und interessiert das Camp betrachten. Er führe täglich immer wieder interessierte Menschen durch das Camp.
Allein heute wären von diesen Interessierten ohne Aufforderung 20€ für das Camp gespendet worden.
Ein Campbewohner drückte sein Bedauern aus, dass an dem Infotisch auf dem Gehweg vor dem Campeingang kein Informationsmaterial über das Camp oder OccupyBerlin ausliegt.
Ein Campunterstützer sagte zu, noch heute ein entsprechendes Informationsblatt herzustellen.

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+++ ticker +++ ASAMBLEA im Camp (vormittags?)

Protokoll der Assamblea vom 12.12.2011

1. Diskussion über Umgang mit Interviews:
Konsens:
Interviews wenn möglich als Gruppe von mindestens 3 Personen.
Wenn nicht möglich, dann NUR ALS INDIVIDUUM!!! nicht als Camp.

+++ ticker +++

2. Mobilisierung für das spanische Fernsehen:
Heute Abend keine Interviews, nur Atmosphäre zeigen!
Wenn Interviews gemacht werden Interviewten wegziehen!!

+++ ticker +++

3. Brief an BImA, Gabriel, usw.- AG Strategie
-14:30 im Küchenzelt- Plan BImA treffen mit Presse
-Bau des Bildungsministeriums- wir bilden sozial und lehrend!

+++ ticker +++

4. Ronny, René, Dante schreiben eine Protestnote an BImA und Presse bezüglich der abgerichteten Hunde, und des nicht komplett abgezäunten Grundstücks
-Umfrage noch heute um heute noch evtl. rauszuschicken

+++ ticker +++

5. Diebstahl in der Nacht
-Werkzeug weg von Hausmeister und Camp
-Informationsaustausch

+++ ticker +++

6. Brot
Telefonieren vor Abholung wegen Zuverlässigkeit (nur Campbetreffende oder andere Freiwillige)
Tel.:030/ 200 749 70

+++ ticker +++

7. Position
-Meldung rausgeben, dass wir inzwischen sozialforum sind -
eine Räumung macht ein paar Leute obdachlos
-Aufruf an Presse, Politiker, Künstler zur Mobilisierung
-FLYER
-14.12.11 Pressekonferenz Sabine Goldmann kontaktieren zu dem Meeting mit Siggi Gabriel
-Vor der Räumung KEIN Alkohol, oder sonstige Rauschmittel!!
- Alle Stadtteilassambleas am 14.12.11 im Camp
-Vernetzung mit anderen Städten via Internet

+++ ticker +++

8. Umgang mit einer Räumung:
-Individuell, Kreativität (selbstverständlich friedlich/gewaltfrei!!)
–Vernetzung mit anderen Städten via Internet

(aufgezeichnet von Mo)


 

+++ ticker +++ 18:30Uhr +++ ASAMBLEA(?) im Camp

Es wurde in der heutigen Asamblea beschlossen, morgen am 13.12. / 15 Uhr eine Sonderasamblea abzuhalten.
Thema: Zukunft des Camps und Fortgang der Occupybewegung in Berlin als Vorbereitung zur Diskussionsveranstaltung am 14.12. um 15:00 Uhr mit Medienvertretern , Vertretern aus der Politik und
der BIMA

(nach einer Mail von Maik)

+++ ticker +++

morgen, 19 Uhr, öffentliche Sitzung der BVV Mitte, zu der Menschen von Occupy eingeladen sind


 

Livestream:

http://www.livestream.com/undergroundreports/

folder?dirId=de954fca-8513-4c24-a898-20b2abd89e63

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+++ ticker +++ Jurte

Die Pfadfinder, möchten gerne alsbald die Jurte zurück haben. Es muss sich um ein neues Zelt für die Asambleas gekümmert werden.

(Nachricht aus dem Camp)

+++ ticker +++ 15J

nächstes Infotreffen für die Vorbereitungen der Demo zum 15. Januar findet am kommenden Sonntag, 18.12.2011 / 18 Uhr statt. Der genaue Ort wird noch rechtzeitig bekannt gegeben.

(Nachricht aus der AG 15J)

+++ ticker +++ ASAMBLEA im Camp

Aktuelle Situation im Camp wird besprochen. Es hat sich wieder beruhigt und es wurde aufgeräumt und Aufgaben verteilt. dennoch könnte es mehr Arbeitskräfte im Camp geben um alle anstehenden Aufgaben bewältigen zu können.

+++ ticker +++

AG BImA

In zwei, drei Tagen soll es noch mal eine Sonderasamblea bezüglich der Verhandlungen mit der BImA geben.

+++ ticker +++

Tacheles soll am Montag, 14 Uhr unterstützt werden, da es nun endgültig geräumt werden soll.

(dem Livestream entnommen)

http://www.livestream.com/undergroundreports/ video?clipId=pla_0f234113-587f-4fcd-83f1-7833855dd629
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+++ ticker +++ 15 Uhr +++ ASAMBLEA vor dem Bundestag +++ ticker +++ Termine

• Im Baiz, Christinenstraße 1, U Rosa-Luxemburg-Platz, findet heute eine Veranstaltung von Menschen
aus Spanien aus dem Umfeld von 15M statt, noch bis um 23.30 Uhr.
Das Thema ist ‘The debt crisis and the influence of the rating agencies’ und es ist auf Englisch.

Infoveranstaltung zum Stand der 15J-Demo-Vorbereitung:
Sonntag, 11.12.11 um 18 Uhr in der Aula der Freien Schule am Mauerpark in Prenzlauer Berg,
Wolliner Str. 25/26

• Am Donnerstag, den 15.12.11, findet ein größeres Treffen zur Vorbereitung der Demo
am 15. Januar 2012 statt. Dazu werden auch breitere Kreise eingeladen.
Ort und Zeit: 19 Uhr in der Humboldt-Uni, Dorotheenstr. 28, Raum 203.

+++ ticker +++ AGs

Neue AG gegründet: Kontakt zu den Bezirksverordnetenversammlungen (BVVs):
Denn Occupy wurde eingeladen, bei der BVV Mitte am Dienstag vorbeizukommen.
Es wurde bekundet, dass wir dort keine Bittsteller sein möchten, sondern eindringlich
Forderungen einbringen möchten als Bürger_innen Berlins. Da könnten auch Forderungen
nach weiteren Plätzen eingebracht werden, da die BVVs diese zuweisen können.
Es geht auch um warme Räume für Seminare im Winter. Auch wurde letztes Wochenende gemerkt,
dass die Zelte zu klein sind für größere Seminare. Dafür via Email-Liste an Paulette wenden.
Es wird angemerkt, dass von einem Staatssekretär im Finanzministerium Verhandlungsbereitschaft bezüglich der BImA-Gelände gezeigt wurde.
Um diesen Kontakt solle die BVV-AG sich doch auch kümmern.

• Die AG Inhalt wirbt für Mitstreiter_innen.

• Die Idee der Erstellung einer WhiteList für mit gutem Gewissen konsumierbare Produkte wurde angesprochen und eine AG dazu ausgerufen.
+++ ticker +++

Der Raum in der Humboldt-Uni in der Dorotheenstr. 28 (Raum 203) steht potenziell
auch
für Workshops bereit.

• Wer Workshops machen möchte, solle sich an Ingvar wenden, der sich derzeit viel um
das Schaffen einer Struktur dafür kümmert.

• Der Vorschlag wird gemacht, ganz viele Aktionen im öffentlichen Raum zu machen, bei FastFood-Ketten, in Konsumpalästen, Disneyland etc. Eine andere Person wendet ein, dass es in nächster Zeit erst einmal um interne Konstituierungsarbeit gehen solle.
Dass dies im Widerspruch zueinander stehe, wird nicht von allen geteilt.

• Es wird gebeten, sich das Camp heute mal anzugucken, da sich viel getan hat!
Die Konflikte haben wohl produktiven Charakter gehabt.
+++ ticker +++ Diskussionen in der heutigen Asamblea

Von mehreren Seiten wurde betont, dass der Schuldenschnitt Griechenlands und die gestern
beschlossenen Euro-Schuldenbremsen auf Kosten der Europäischen Bevölkerungen gehen. Die für die Euro-Stabilität geforderten Sparmaßnahmen gegen die Bevölkerung haben Deutschlands
Agenda 2010 als Vorbild.

+++ ticker +++

Durch die Agenda 2010 sind in Deutschland inzwischen die Lohnstückkosten
(Lohn pro hergestellter Ware) die niedrigsten im europäischen Vergleich. So werden die Menschen
der anderen europäischen Länder niederkonkurriert.
Unter anderem, da in Deutschland zu viel hingenommen, zu wenig für bessere Lebensbedingungen gestritten wurde,  gehe es den Leuten in den Nachbarländern schlechter.
Unsere europäischen Mitmenschen haben nun ein sehr schlechtes Bild von Deutschland. Eine Person erwähnte, es sei jetzt wichtig, Zeichen zu setzen, dass die Bevölkerung in Deutschland nicht mit der hier herrschenden Regierung einverstanden sei.
In unserer globalisierten Welt werden die Menschen überall gegeneinander ausgetrickst,
merkte jemand an.

+++ ticker +++

Aufgrund der riesigen Exporte Deutschlands in die ganze Welt sei die deutsche Wirtschaft nur
zweitrangig an der Kaufkraft ihrer eigenen Bevölkerung interessiert. Entscheidender seien Niedriglöhne,
um weltweit massenhaft die deutschen Waren billig verkaufen zu können.

+++ ticker +++

Die Geschäftsbanken haben hauptsächlich gar nicht investiert sondern selbst geschöpftes Geld als
Kredite verliehen, so ein Diskutant. Er verwies auf die Idee der Monetative, wodurch die Geldschöpfung
in öffentliche Hand kommen soll. Heute sei es so, dass die Banken das 9-fache von dem Kapital verleihen,
das bei ihnen eingelagert wird. Sie verdienen also mit Geld, das ihnen nicht gehört, Geld, das ihnen nicht zusteht. Doch auch das real in den Banken eingelagerte Geld sei zu großen Teilen schon Beute eines
Raubs, der im Lohnarbeitsprozess selbst stattfindet, ergänzte jemand – den Menschen werde viel
weniger ausgezahlt als sie an Reichtum schaffen.

+++ ticker +++

Weiterhin merkte jemand an, es sei eine große Lüge, niedrige Zinsen seien schädlich für die Bevölkerung. Nur die bisherigen Gewinner würden unter niedrigen Zinsen leiden. Es gelte, den vielen Lügen andere Wahrheiten entgegenzusetzen.

+++ ticker +++

Da nun die ‘Krise’ herrsche, soll es den Regierungen zufolge nun ganz schnell gehen. Über Nacht werden Regelungen beschlossen, die nicht einmal durch die Parlamente gehen. Sogar diese minimal-demokratischen Einrichtungen werden übergangen. Das erinnere an Notstandsgesetze, betonte eine
junge Dame.

+++ ticker +++

Wir befinden uns eher in einer Krise der Bevölkerung als in einer Krise des Kapitals, so ein weiterer Diskutant – demokratische Grundrechte werden massiv abgebaut.

+++ ticker +++

Bezüglich Schuldenbremsen und Rettungspaketen habe es heute früh ein ganz fantastisches Theaterstück
am Pariser Platz gegeben: Wie durch diese Bankenrettungsmaßnahmen den einfachen Leuten Stress
gemacht und sie in Armut getrieben werden.

+++ ticker +++

Generell sei es wichtig, zu verstehen, was hier insgesamt passiert, wendete jemand ein. Doch gelte es auch, Ruhe zu bewahren. Wenn alle in Falle eines Crashs zur Bank rennen, um ihre letzten Groschen abzuheben, besorge er sich einen Sack Kartoffeln und gehe ins Occupy Camp.

+++ ticker +++

Jemand betonte, die Verbindung derer sei wichtig, die für eine gerechtere Welt streiten, wie
beispielsweise mit den Streikenden des Charité Facility Managements geschehen.

+++ ticker +++

Weiterhin ging es noch einmal um den Besuch beim Berliner Börsentag. Das Schöne sei gewesen, dass das Format der Podiumsdiskussion gesprengt wurde. Als Selbstkritik wurde von einem Beteiligten geäußert, dass nicht gut genug zugehört wurde zu Beginn. Seien anfangs die Diskutanten des Börsentags noch als unsympathisch empfunden worden, so habe er nach und nach gemerkt, dass dies keine A%$€§*# waren.  Sondern einfach Menschen mit ganz anderen Grundannahmen. An diese Grundannahmen müssten wir
mit der Bewegung ran, dafür solle man sich auf offene Diskussionsprozesse einlassen. Wir müssten alle
viel lernen und dann mit Herz und Verstand handeln.
Es wurde angemerkt, dass die Gerechtigkeitsvorstellung der Börsen-Freunde, jede_r könne durch den
Besitz von Aktien an den gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen teilhaben, implizieren würde, dass diese Aktien erst einmal umverteilt werden müssten. Sie hätten einen Apfel für ein Ei verkaufen wollen,
so eine Person: Sie hatten vorgeschlagen, jede_r könne sich ja Aktien für 500€ kaufen – doch die
wenigsten Menschen haben 500€ einfach so übrig. An Sarrazin anknüpfend behaupteten sie, Intelligenz
sei vererbbar. Und zwei wichtigen Fragen wichen sie permanent aus: Woher kommt die Rendite, wer
muss dafür leiden? Wie weit wollen wir wachsen? Die Antworten auf diese Fragen seien ethisch nicht beantwortbar, deswegen seien sie ihnen ausgewichen.
Es wurde zugestimmt, dass es nicht einfach sei, solche Weltbilder zu erschüttern, es solle aber darum
gehen, Denkanstöße zu geben. Ein Beispiel aus einem Gespräch mit einem Bima-Vertreter wurde
angeführt: Der Bima-Sprecher sagte, ihm seien die Hände gebunden, es gebe die Verträge und denen sei
er verpflichtet. Einer der Occupy-Seite entgegnete dann, ihm seien die Hände gebunden, er habe da so
ein Gewissen und dem sei er verpflichtet.

+++ ticker +++

Die Frage wurde aufgeworfen, wie die vielen, vielen Mitmenschen erreicht werden könnten und Einfluss
auf sie gewonnen werden könnte. Dem wurde entgegnet, dass es nicht um Massen sondern um jede_n Einzelne_n und nicht um Einfluss sondern um Dialog gehe.
Viele Menschen seien gehemmt durch den Eindruck, man könne ja eh nichts erreichen. Da könne Spannendes auf uns zukommen durch die Praxis der flüssigen Demokratie (Liquid Democracy), sobald
diese in mehr Bereichen der Gesellschaft durchgesetzt werde.

+++ ticker +++

Hier in Deutschland ziehen die Menschen meist still weg aus den Wohnungen, die sie sich nicht mehr
leisten können. Lohneinbußen und Sanktionen bei Hartz IV würden zu oft einfach so hingenommen. Die Isolierung sei so weit fortgeschritten und die Ideologie verbreitet, jede_r sei hier selbst schuld am
eigenen Schicksal. Diese falschen Vorstellungen sollten angegangen werden, so ein Asamblea-Teilnehmer.

+++ ticker +++

Außerdem wurde geäußert, dass es vielleicht gar nicht so schlimm sei, dass noch nicht so viele Menschen auf der Straße sind hierzulande. Denn direkte Demokratie zu vielen ist nicht einfach und es brauche vielleicht noch einen größeren Erfahrungsschatz. Doch man könne ja sehen bei uns, wie gut es
funktionieren kann, wenn die Menschen ihr Ego hinten anstellen und zusammenkommen.

+++ ticker +++

Das Mittel der Angstmache, stets von den Herrschenden eingesetzt – sei es von der katholischen Kirche
oder im Verhältnis von Herren und Leibeigenen im Mittelalter oder von dem Herrschaftszusammenhang heute – müsse überwunden werden.

+++ ticker +++

Wichtig sei auch eine Veränderung des Konsumverhaltens hierzulande. Wie viele hunderte Bodylotions wirklich gebraucht würden, fragte jemand. Doch, entgegnete ein anderer, die eigenen Freunde müssen ja bereits die letzten Cents zusammenkramen um einem Liebsten eine Blume zum Geburtstag kaufen zu können. Einerseits finde zwar viel Konsum als Kompensation für andere Missstände statt doch es müsse doch eher darum gehen, dass durch die Produktion der für uns wichtigen Güter niemand mehr in Leid gestoßen werde.

+++ ticker +++

Eine Person schilderte, dass die Situation im Wedding immer aggressiver werde. Die Häuser werden luxussaniert, die Mieten schießen hoch, viele müssen wegziehen und neue Menschen ziehen zu. Viele Jugendliche internationaler Herkunft seien stark verunsichert und versuchen dies über Statusobjekte auszugleichen – doch dafür haben sie gar kein Geld. So wurde sie vor kurzem dann angegriffen und dasselbe passierte gleich darauf ihrem Sohn. Auch Bekannte aus der Nachbarschaft erzählten von ähnlichen Vorfällen. Das verunsichere sie zunehmend. Jemand anders ergänzte, dass dies wieder mal ein trauriges Beispiel sei für die Diskrepanz zwischen dem, was in den Medien vorgespielt wird und dem, was sich Arbeiter_innen hier leisten können.

(aufgezeichnet von G.)


+++ ticker +++ Sonderasamblea

Folgender Beschluss wurde heute von der Sonderasamblea zum Thema “Gewalt im Camp” im Konsens verabschiedet:

Wenn Gewalt im Camp passiert, empfehlen wir der betroffenen Person oder notfalls einem Zeugen per Mic check/Hilferuf Öffentlichkeit herstellen. Die hinzukommenden Personen fordern die gewalttätige Person auf, sich zu entfernen und/oder die Gewalt zu unterlassen. Ist die Person weiterhin gewalttätig, soll sie nochmals gebeten werden, sich zurückzuziehen. Ist sie dazu nicht bereit, wird sie aufgefordert, das Camp zu verlassen, bis sie wieder in der Lage ist, gewaltfrei zu handeln.

Inwiefern Polizei und/oder sozialpsychiatrischer Notdienst eingeschaltet werden sollen, entscheiden die beteiligten Personen nach ihrem eigenen Gewissen. Sie achten dabei darauf, dass die Bedürfnisse der Person, die die Gewalt erfahren hat, angemessen berücksichtigt werden.

Wenn eine Person vom Platz verwiesen wird, wird dies in der nächstfolgenden Asamblea thematisiert und bei Bedarf besprochen.

Bei massiver oder wiederholter Gewaltanwendung kann die Asamblea dauerhafte Ausschlüsse vom Camp beschließen.

Wenn Gewalt passiert, schlagen wir folgende Strategien vor:

  1. Der gewalttätigen Person durch Weggehen die Möglichkeit geben, sich zu beruhigen.
  2. Wenn der Gewaltsituation ein inhaltlicher Konflikt zugrunde liegt, eine Spontanasamblea einzuberufen, um den Konflikt zu lösen.
  3. Einen Campausschluss nach den von der Asamblea beschlossenen Vorgaben auszusprechen.
  4. Bei Gefahr für Gesundheit oder Leib und Leben empfehlen wir, sofort einzuschreiten und ggf. die Polizei oder zuständige Institutionen zu rufen.

(aufgezeichnet von Alexandra)

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+++ ticker +++ Aktion: Unterstützung der Poststreikenden

5 Menschen haben vor der Deutschen Bank Filiale auf dem Kudamm Flugblätter verteilt. Auf diesen standen Informationen u.a.darüber, dass die Deutsche Bank an Lebensmittelspekulationen beteiligt ist, die Millionen Menschen in noch stärkere Armut treibt, dass diese Bank trotz Wirtschaftskrise Milliardengewinne verzeichnet.

Die Bankschalter sowie der Vorraum mit den Geldautomaten waren aufgrund technischer Probleme geschlossen. Zufällig kam sofort ein Polizist vorbei und verlangte die Personalausweise. Begründung: Dies sei ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz. Er erklärte, es wäre nicht erlaubt, ohne Anmeldung Flugblätter zu verteilen.

  • Begründung Nr. 1. : die potenzielle Verschmutzung der Strasse durch weggeworfene Zettel.
  • Begründung Nr. 2. : eine Präventivmaßnahme, für den Fall dass im Zusammenhang mit dem Inhalt der Flugblätter von irgendeinem Menschen eine Straftat begangen werden könnte.
  • Begründung Nr. 3.: Es fehle ein Impressum auf dem Flugblatt. Das Argument, das Treffen sei spontan, ließ er nicht gelten, da er die Ankündigung bereits einen Tag vorher im Internet gelesen hatte.(!)

Die Personalien wurden aufgenommen unter der Androhung, beim nächsten Mal würde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden. Der Polizist forderte dazu auf die Aktion sofort zu beenden.

Eine Passantin die zufällig vorbeikam und das Geschehen filmte, wurde aufgefordert die Kamera auszumachen. Als sie der Aufforderung nicht sofort nachkam, wurden von einer weiteren Polizistin auch ihre Personalien aufgenommen. Begründung: das Video könnte verfälscht oder in beleidigendem Zusammenhang im Internet veröffentlicht werden.

Der Passantin wurde zugesagt, dass sie nicht auf die Rote Liste gesetzt würde…!

(Aufgezeichnet vom Nikolaus – der auch zufällig vorbeikam)

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